Zweiter Einsatz unserer Hundetrainer. Eigentlich wollten wir uns erst in zwei Wochen erneut treffen. Es war jedoch unser Wunsch, das Treffen vorzuziehen. Der Grund: Einstein ist ein unglaublich aktiver und intelligenter Hund. Er dreht sehr schnell hoch und er lernt in Windeseile – an den Fehlern von Frauchen und Herrchen. Es reicht aus, einmal eine Sache durch gehen zu lassen, schon hat Einstein sie für allgemeingültig erklärt und lässt sich nur mühsam wieder davon abbringen.

Unser heutiges Training hatte vor allen Dingen die Analyse zum Ziel: Wie führen wir Einstein? Wie lenken wir ihn? Wie treten wir vor ihm auf? Mit welcher Konsequenz trainieren wir Kommandos? Wer führt eigentlich wen? Unsere Trainer waren dabei entlarvend und machten uns mit wenigen Hinweisen deutlich: Wir sind in den letzten Tagen wieder in das „Oh-ist-der-süß“-Kuschelverhalten verfallen. Zudem sorgen wir mit missverständlichen Kommandos dafür, dass Einstein nicht genau weiß, was er tun soll. Am Ende sucht er sich deshalb selber raus, was er gerne tun möchte.

Beim zweiten Treffen gab es viele Tipps, aber auch schmerzhafte Einsichten. Wir sind für Einstein noch keine optimalen Hundeeltern. Da müssen wir noch kräftig an uns arbeiten. Das wollen wir aber.

Cartoon von Ralph Ruthe: http://www.ruthe.de/

 

Zeitgleich zu den aktuellen Erfahrungen flimmerte mir auf Twitter ein Cartoon von Ralph Ruthe über den Bildschirm, der das aktuelle Hund/Frauchen/Herrchen-Verhältnis ganz gut ausdrückt. Ralph Ruthes Facebookseite und auch seine Bücher sollte übrigens jeder Hundeliebhaber kennen!

Join the discussion 2 Comments

  • thomas krieschebuch sagt:

    Ihr seid gute Hundeeltern !!!!

    Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – und auch Ihr lernt erst noch, wie man mit einem Hund umgeht. Dafür seit Ihr noch in der Ausbildung in Euren ersten Tagen mit Einstein. Das Wichtigste: Hört auf Euer Bauchgefühl – bisher habt Ihr doch Alles richtig gemacht; Ihr habt Eure Hundeschule kontaktiert, als Ihr unsicher wart wegen der Leinenführigkeit; Ihr geht zu Eurer Tierärztin, wenn Euch was Besonderes auffällt, wie Einsteins Lecken und Beißen an sich selbst – besser kann man es nicht machen.

    Man gibt einem Hund ein Versprechen, wenn man ihn zu sich ins Leben aufnimmt. So ein Hund kommt ja nicht freiwillig, sondern er wird geholt. Einstein verlässt sich dabei darauf, dass Ihr ihm versprochen habt, dass Ihr immer für ihn da seid, wenn er Euch braucht. Er verlässt sich auch darauf, dass Ihr ihm das schönste Hundeleben macht, das es für Ihn geben kann.

    Und DAS macht Ihr doch jetzt schon supergut !!

    Einstein kann sich glücklich schätzen, dass er bei Euch mit so viel Liebe und Verstand überhäuft wird !!

    Macht genauso weiter, seid neugierig und lasst Euch weiter auf Eiunstein ein und freut Euch, dass Ihr so eine liebe Schnüffelnase bei Euch habt.

    Morgen geht ein MiniPäckle an Euch los mit Boris und Juris Lieblingsleckerle – Gruß an Einstein :o)

  • Jutta sagt:

    Erziehung ist so eine Sache – und es kommt allzugleich ein Oh-guck-mal-wie-lieb.

    Unser Boris hat sich angewöhnt, auf meinem Kopfkissen einzuschlafen.

    Natürlich wecke ich ihn nicht es ist sooo goldig, wenn er vor sich hin schnorchelt.

    Daher schnappe ich mir ein anderes Kopfkissen und schlafe am Fußende mit meinem Kopf und Strecke meine Beine nicht aus , damit der Arme Hund nicht gestört wird.