Würdet Ihr Euren Hund auf ein dicht gedrängtes Stadtfest mitnehmen? Wir vermutlich nicht. Und dennoch haben wir es heute getan. Denn es ergab sich eine einmalige Chance:

Wir besuchten liebe Freunde von uns, ebenfalls Hundeleltern. Bei ihnen im Ort (Altdorf bei Nürnberg) fand am Abend im Rahmen der Wallenstein-Festspiele die „Lange Nacht“ statt. Ein Event, zu dem der Großraum pilgert, zumal bei schönem Wetter. Also machten wir uns auf den Weg in die Massen. Und es waren Massen, wie „befürchtet“. Für Einstein war es das erste mal, dass er sich zwischen so vielen Beinpaaren einen Weg suchen musste. Wir hatten Bedenken, dass er jeden zweiten Menschen freudig begrüßen würde, so wie er es auf Wegen mit wenig Passanten gelegentlich tut. Aber es kam anders: Unser Portugiesischer Wasserhund bahnte sich ganz ruhig einen Weg durch die Menschenmasse und blieb eng beim Hundeführer. Er war zwar aufgeregt und die Situation war ihm nicht geheuer (der Schwanz sprach Bände), aber er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.

Nur in zwei Situationen geriet er in Panik: Ein mittelalterlicher Mann mit einer riesigen Trommel vor dem Wanst und eine Frau im langen, röhrenförmigen Kleid brachten ihn aus der Fassung und er wollte vor beiden flüchten. Wahrscheinlich sind das Überbleibsel seiner „Mülltonnenangst„, die ihn in der Welpenphase zu schaffen machte.

Übrigens: Es lohnt sich Altdorf während der Wallenstein-Festspiele zu besuchen. Auch ohne Hund  😉